meng erhält Zusage für die Beteiligung am Forschungsprojekt ScaleUp

Doch was bedeutet ScaleUp und was steckt hinter dem Projekt?

 

Vorhaben

ScaleUp bedeutet die Entwicklung einer skalierbaren Plattform für Wayfinding-Hinweise für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung mittels Audio-Chatbot, smarter Lokalisierung und offenen Daten für einen barrierefreien, inklusiven Personen-Nahverkehr.

Neben dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sind weiter die Ev. Hochschule Ludwigsburg mit ihrem Institut für Angewandte Forschung (EH/IAF), die Fa. contagt GmbH sowie die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) als auch die Stadt Mannheim involviert.

Motivation

Mindestens 1,2 Mio. Menschen in Deutschland sind blind oder sehbehindert und die Nutzung des ÖPNV stellt eine besondere Herausforderung dar. Sie sind sich oft unsicher, welche Tramlinie oder welcher Bus gerade an der Haltestelle steht und sind dadurch auf fremde Hilfe angewiesen. Aufgrund der Forderung nach Barrierefreiheit bis 2022 beschäftigen sich Stakeholder des ÖPNV intensiv mit der Frage, wie diese erreicht werden kann.

Die primäre Nutzergruppe, Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung, hat besondere Anforderungen und ist von Anfang an in die Entwicklung mit einzubeziehen. Bisher werden weder Maßnahmen nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" unterstützt noch vorhandene offene Daten barrierefrei angeboten. Zudem wird für die In-/Outdoor-Ortung, die für standortbasierte Audio-Hinweise notwendig ist, eine aufwändige Infrastruktur verwendet.

Ziel

Im Alltag fehlen Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung in Reise-Situationen oft Basis-Informationen, was eine selbständige Orientierung erschwert. Die Neureglung in § 8 Abs. 3 Personenbeförderungsgesetzes (2014) legt fest, dass der ÖPNV bis 2022 "vollständig barrierefrei" ausgestattet sein muss. Für eine entsprechende Skalierbarkeit müssen in Frage kommende Lösungen kosteneffizient und zeitnah bundesweit realisierbar sein.

Hinsichtlich des Ziels eines weitflächigen Roll-Outs wurde festgestellt, dass die weitere Erforschung und Ergänzung von drei zentralen Komponenten für die Skalierbarkeit unabdinglich sind. Diese sollen in dem vorliegenden Projekt bearbeitet werden:

  • Kosteneffiziente Ortungs-Infrastruktur: Einfach installierbare Bluetooth-Beacons; kombinierte Nutzung der Smartphone-Tiefensensorik und der neuen europäischen Galileo-Satellitenortung
  • Smarte Datenerhebung: Integration von offenen Daten anderer Projekte (OSM, mCLOUD, BIM); Öffentlichkeitsarbeit und "Mapathon"-Veranstaltungen zur kollaborativen Datenerfassung
  • Barrierefreie Nutzerschnittstelle: AI-basierter Audio-Chatbot, der Wege/Verbindungen interaktiv erklären kann und ein Feedback-Kanal für Nutzer, um Daten zu ergänzen ("Hilfe zur Selbsthilfe").

Wir freuen uns auf das gemeinsame Projekt und werden über die Forschungsergebnisse informieren.

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